Glossar

Mofa-Versicherung (Krankenfahrstuhl-Versicherung)

Mofa-Versicherung (Krankenfahrstuhl-Versicherung) ist ein Fachbegriff mit klarer Bedeutung und typischen Missverständnissen. Beides steht hier, mit Verweis auf die Praxis.

Definition

Die Mofa-Versicherung, im Hilfsmittelkontext auch Krankenfahrstuhl-Versicherung genannt, ist eine Kfz-Haftpflichtversicherung speziell für Elektromobile und schnellere Elektrorollstühle ab 6 km/h. Sie deckt Personen- und Sachschäden, die im Straßenverkehr durch das Fahrzeug verursacht werden, und ist Voraussetzung für das Versicherungskennzeichen.

Kurz eingeordnet

Die Mofa-Versicherung, im Kontext von Elektrorollstühlen auch Krankenfahrstuhl-Versicherung genannt, ist die Kfz-Haftpflichtversicherung, die für die Ausgabe eines Versicherungskennzeichens erforderlich ist. Sie deckt Schäden ab, die Dritten durch das Fahrzeug zugefügt werden, nicht jedoch grundsätzlich Schäden am Elektrorollstuhl selbst, wofür eine gesonderte Kaskoversicherung nötig wäre. Anders als bei einem klassischen Mofa ist bei Krankenfahrstühlen keine Fahrerlaubnis Voraussetzung für den Vertragsabschluss.

Die Beitragshöhe richtet sich meist nach dem Versicherer und regionalen Faktoren und wird jährlich zum Wechsel des Versicherungskennzeichens am 1. März fällig; konkrete Beiträge sollten direkt bei Anbietern verglichen werden, da sie sich ändern können. Für Elektrorollstühle bis 6 km/h ist keine Mofa-Versicherung erforderlich, da diese verkehrsrechtlich als Fußgängerhilfe ohne Versicherungspflicht eingestuft sind. Wer unsicher ist, welche Geschwindigkeitsklasse das eigene Gerät hat, findet die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit im Datenblatt oder auf dem Typenschild des Herstellers.

Was das konkret bedeutet

Beim Vergleich von Anbietern lohnt sich ein Blick auf den Leistungsumfang, etwa ob auch ein Diebstahlschutz oder eine Insassenunfallversicherung eingeschlossen ist. Wer den Elektrorollstuhl überwiegend im Freien nutzt, sollte zudem prüfen, ob der Versicherer besondere Ausschlüsse für bestimmte Witterungsbedingungen oder Nutzungsarten vorsieht. Ein Anbieterwechsel zum Jahreswechsel des Verkehrsjahres ist meist unkompliziert möglich, sofern die Kündigungsfrist des laufenden Vertrags beachtet wird. Ein jährlicher Vergleich der Beiträge kann sich lohnen, da sich Tarife und Leistungen der Anbieter merklich unterscheiden können. Auch die telefonische oder digitale Schadenmeldung im Ernstfall sollte vorab bekannt sein, damit im Bedarfsfall keine Zeit verloren geht und Formalitäten schnell erledigt werden können.

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Häufige Fragen

Ist die Mofa-Versicherung für alle Elektrorollstühle Pflicht?

Nur für Modelle mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit über 6 km/h; Geräte bis 6 km/h benötigen keine Versicherung.

Deckt die Mofa-Versicherung auch Schäden am eigenen Rollstuhl?

Nein, die Haftpflichtversicherung deckt in der Regel nur Schäden an Dritten; für den eigenen Rollstuhl ist eine separate Kaskoversicherung nötig.

Wann muss die Versicherung erneuert werden?

Jährlich zum Beginn des neuen Verkehrsjahres am 1. März, wenn auch das Versicherungskennzeichen gewechselt wird; ein rechtzeitiger Vergleich der Anbieter lohnt sich meist einige Wochen vorher, um Preisunterschiede zu nutzen.

Quelle: CHECK24, Krankenfahrstuhl-Versicherung · Stand: Oktober 2026