Glossar

Versicherungskennzeichen

Was Versicherungskennzeichen bedeutet, lässt sich in einem Satz sagen — die Einordnung dahinter ist entscheidend. Hier steht beides, kurz und nachvollziehbar.

Definition

Das Versicherungskennzeichen ist ein jährlich wechselndes Kennzeichenschild, das die Haftpflichtversicherung für Elektrofahrzeuge oberhalb 6 km/h Bauartgeschwindigkeit nachweist, darunter fallen viele Elektromobile und schnellere Elektrorollstühle. Es wird bei einer Kfz-Haftpflichtversicherung beantragt und muss sichtbar am Fahrzeug angebracht werden.

Einordnung

Das Versicherungskennzeichen ist ein jährlich wechselndes Kennzeichen, das die Haftpflichtversicherung für Krankenfahrstühle mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit über 6 bis maximal 15 km/h nachweist. Es unterscheidet sich vom amtlichen Kfz-Kennzeichen dadurch, dass keine Zulassung bei der Zulassungsstelle nötig ist, sondern die Versicherung das Kennzeichen direkt ausgibt. Geräte bis 6 km/h benötigen dagegen kein Versicherungskennzeichen, da sie verkehrsrechtlich als Fußgängerhilfe gelten.

Das Kennzeichen ist am Fahrzeug gut sichtbar anzubringen und gilt jeweils für ein Verkehrsjahr, das am 1. März beginnt; danach ist ein neues Kennzeichen mit geänderter Farbe erforderlich. Ohne gültiges Versicherungskennzeichen besteht im Schadensfall keine Haftpflichtdeckung, was bei einem selbst verursachten Unfall zu erheblichen finanziellen Risiken führen kann. Die Kosten für die zugrunde liegende Mofa-Versicherung variieren je nach Anbieter und sollten vor Vertragsabschluss verglichen werden. Bei einem Verkauf oder einer Entsorgung des Elektrorollstuhls ist zudem die fristgerechte Abmeldung des Kennzeichens beim Versicherer sinnvoll, um unnötige Beitragszahlungen zu vermeiden.

So begegnet es dir

Das Versicherungskennzeichen wird meist direkt beim Versicherer bestellt, teils übernimmt das Sanitätshaus die Vermittlung. Wichtig ist, den Wechsel zum neuen Verkehrsjahr am 1. März nicht zu verpassen, da mit einem alten, ungültigen Kennzeichen keine Haftpflichtdeckung mehr besteht. Das Kennzeichen sollte zudem witterungsfest angebracht werden, da es bei Kontrollen deutlich lesbar sein muss und ein beschädigtes Kennzeichen Nachfragen auslösen kann. Bei Verlust oder Diebstahl des Kennzeichens sollte umgehend der Versicherer kontaktiert werden, um ein Ersatzkennzeichen zu erhalten. Auch ein Umzug in ein anderes Bundesland sollte der Versicherung gemeldet werden, da sich regionale Beitragsfaktoren ändern können.

Weiterlesen im Themenfeld Technik, Akku & Straßenverkehr.

Daten im Überblick

Pflicht abbauartbedingter Höchstgeschwindigkeit über 6 km/h
GültigkeitszeitraumVerkehrsjahr ab 1. März
Ausgabedurch die Kfz-Haftpflichtversicherung

Verwandte Begriffe

Häufige Fragen

Wo bekomme ich ein Versicherungskennzeichen?

Es wird direkt bei einer Kfz-Haftpflichtversicherung beantragt, die auf Krankenfahrstühle oder Mofas spezialisierte Tarife anbietet; teils vermittelt das Sanitätshaus den Kontakt.

Was passiert ohne gültiges Kennzeichen bei einem Unfall?

Ohne gültiges Versicherungskennzeichen besteht kein Haftpflichtschutz, sodass Schäden an Dritten im Zweifel aus dem eigenen Vermögen ausgeglichen werden müssen.

Muss ich das Kennzeichen jedes Jahr wechseln?

Ja, das Versicherungskennzeichen gilt jeweils für ein Verkehrsjahr ab 1. März und muss danach durch ein neues mit geänderter Farbe ersetzt werden, damit Kontrollen die aktuelle Gültigkeit sofort erkennen können.

Quelle: Bußgeldkatalog.org, Versicherungskennzeichen · Stand: Oktober 2026